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DIY eLiquid mit Cannabis Extrakt?

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In der Vergangenheit wurde über Cannabis Extrakte eher negativ berichtet. Überwiegend kommen diese Nachrichten aus den USA, wo es um schwere Lungenschädigungen durch THC Extrakte geht. Die Schädigungen werden in der Regel durch verunreinigte Produkte, unsaubere Extraktionsmethoden und Fettrückstände verursacht. Daher ist es wichtig, dass man nur kontrollierte und professionell hergestellte Cannabis Sativa Extrakte verdampft.

Seit ungefähr einem Jahr sind Kartuschen mit Cannabis Extrakten auf verschiedenen Plattformen, für deutsche Kunden erhältlich. Oft sind diese Kartuschen noch mit Cotton-Coils ausgestattet, neigen schnell zum ausbrennen und oder verkleben schnell. Näheres zu der Entwicklung von Verdampfern für Extrakte und meine Empfehlungen habe ich einem separaten Artikel beschrieben.

Da um Cannabinoide in eLiquids aktuell eine Diskussion entfacht wurde, möchte ich eine Alternative, zu einem etwaigem CBD Verbot in eLiquid, vorstellen. Es handelt sich hierbei um das gute alte Do It Yourself (DIY) mischen. Das Selbstmischen von eLiquids hat sich bei einem Großteil der Dampfer bereits durchgesetzt. Jeder Dampfer hat in der Regel eine bevorzugte Base, welche dann beliebig mit einer riesigen Auswahl an Aromen gemischt werden kann. Auch die Nikotinstärke ist individuell kombinierbar. Warum sollte das nicht auch mit Cannabis Extrakten funktionieren?

Ein wichtiger Grundsatz ist, dass man niemals Cannabis Extrakte dampfen sollte, ohne die genaue Herkunft zu kennen. Gerade Präparate vom Schwarzmarkt werden nicht kontrolliert. Die richtige Aufbereitung des CBD Destillates, sprich das entfetten und entwachsen, und die anschließende labortechnische Untersuchung auf Schwermetalle, Pestizide und Aflatoxine runden die Qualitätsprüfung ab. Beim Dampfen sollte man nur auf lipidfreie Extrakte zurückgreifen, da Fette im Allgemeinen, bei Inhalation schädlich für die Lunge sind.

Im allgemeinen unterscheidet man isolatbasierte CBD Produkte sowie CBD Voll-Spektrum (Full Spectrum CBD) und CBD Breit-Spektrum (Broad Spectrum CB) Destillate. Die meisten Produkte am Markt sind isolatbasierete Produkte, sprich mit CBD Isolat. Hier ist nur das Cannabidiol (CBD) als einzelnes Cannabinoid, oft in Pulverform, einer Trägerflüssigkeit beigemischt. Voll-Spektrum CBD Produkte bestehen aus mehreren Cannabinoiden sowie THC in Mengen unter den gesetzlichen Höchstgrenzen. In der Regel ist das in Deutschland 0,2% und zum Beispiel in Österreich 0,3% Gesamt-THC. Breit-Spektrum CBD Produkte haben ebenfalls mehrere Cannabinoide als Bestandteil, jedoch ist der THC-Wert unter 0,0% und im Rahmen der Messgenauigkeit kann der THC-Gehalt sogar unter 0,005% liegen. Dieser minimale Unterschied, der sich hinter der Kommastelle abspielt, ist ausschlaggebend für die Entscheidung, ob der Rohstoff in einem Endprodukt eingesetzt werden darf. In den Niederladen ist die gesetzliche Grenze bei CBD-haltigen eLiquids bei 0,005%. Auch im Lebensmittelbereich gibt es nur sehr geringe Höchstgrenzen für THC, welches kaum Spielraum für natürliche Produkte lässt. Bei diesen wenigen Zeilen zur Unterscheidung von CBD Produkten soll es an dieser Stelle bleiben. Ich werde dazu demnächst einen separaten Artikel veröffentlichen, da das Thema Qualität von CBD Produkten sehr komplex ist.

In diesem Artikel geht es um eine Alternative, falls es zu einem Verbot von CBD in eLiquids in naher Zukunft kommt. Doch wie mischt man CBD eLiquids selbst? Im Folgenden beschreibe ich meine Methode, mit einem CBD Broad Spectrum Destillate 67,78%, vollkommen entfettet und entwachst, non-crystalization Vape Destillat, ohne Terpene.

Cannabinoid-Profil

CBD – 55,15% | CBN – 4,05% | CBG – 1,80% | CBC – 6,61% | 0,0% THC

Ich habe mich für eine Base 70VG/30PG mit einem OG Kush Terpenprofil entschieden um mein Breit Spektrum CBD eLiquid herzustellen. Die Terpen Base habe ich in eine 10ml Glasflasche eingefüllt. Gundsätzlich könnte ich auch die originale Flasche des Hersteller nutzen und das CBD Destillat direkt einfüllen. Da ich bei diesem Produkt jedoch eLiquid Base und OG Kush Terpene vorher angemischt habe, nutze ich ein passendes Fläschchen für den Alltag mit Dropperaufsatz.

Das CBD Destillat (Pures Extrakt) wird in einer praktischen Spritze mit Skala in 0,1 Gramm Schritten geliefert. Die Spritze kam in einer Vakuum-Verpackung, in einer Plastikfolie. Gerade sehr hochprozentige CBD Extrakte (70%+) neigen dazu hart bzw. kristallin zu werden. In einem etwa 60°C warmen Wasserbad wird das CBD Destillat wieder angenehm viskos und lässt sich leicht herausdrücken.

Ich habe ca. 0,5 Gramm mit ca. 68% Cannabinoiden in 10ml Base eingefüllt. Das entspricht ungefähr einer Stärke von 3,4% Cannabinoiden.

Die Dropper-Flasche habe ich verschlossen und in ein etwa 60°C warmes Wasserbad gestellt. Das CBD Breitspektrum Extrakt löst sich nach wenigen Minuten und verbindet sich mit der Base.

 

 

 

 

Die leichte Verfärbung ist gleichmäßig in der gesamten Flüssigkeit. Auch nach 20 Stunden im Kühlschrank ist das CBD Vape Destillat vollständig in der Base eingeschlossen. Es setzt sich nichts ab und die Viskosität war trotz Temperatur von etwa 6°C sehr hoch. Ich bin absolut begeistert von Farbe, Stabilität und Geschmack.

Die Vorteile des eLiquid selbst mischen haben Dampfer schon vor vielen Jahren erkannt. Was mich extrem begeistert, ist der Umstand, dass man die speziellen, entfetteten CBD Destillate auch pur verdampfen kann. Das vaporisieren von Kräutern und Wachsen ist sehr angenehm und die grundsätzlich natürlichste Möglichkeit Cannabinoide zu konsumieren. Bei der Inhalation ist eine sehr hohe Bioverfügbarkeit, sprich die Aufnahme der Inhaltsstoffe in den Körper, gegeben. Für das Verdampfen von CBD Destillaten sind jedoch besondere Keramik Verdampfer notwendig. Ein besonders guten Verdampfer für Extrakte haben wir vor einigen Wochen im GermanDampfer Magazin vorgestellt. Der Dual-Ceramic-Coil Verdampfer von ISPIRE ist ein kleiner Universalverdampfer für niedrig- und hochviskose Flüssigkeiten. Hier verbrennt nichts mehr und man hat eine Luftmengenregulierung (Airflow Control), wie man es von eZigaretten Verdampfern kennt. Mehr dazu kann man im Artikel nachlesen.

Die professionell hergestellten THC-freien CBD Destillate kannst du auch bei uns erhalten. Sende deine Anfrage gerne per Kontaktformular oder per E-Mail an shop@germandampfer.de . Der Preis richtet sich in der Regel nach der Menge an Cannabinoiden im Produkt und der Bestellmenge. Eine genaue Preisauskunft können wir dir geben, wenn deine detaillierte Anfrage beim GermanDampfer Kundenservice vorliegt.

Natürlich bin ich an eurer Meinung interessiert. Schreibt gerne eure Meinung in die Kommentare. Was denkst du, wird CBD in eLiquids bald verboten? Können DIY CBD eLiquids eine Alternative darstellen? Mit welchen Gschmacksrichtungen kann man deiner Meinung nach CBD Destillate dampfen? Vielen Dank für eure rege Beteiligung.


Artikel von Daniel Schönborn

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